, Ruoss Philipp

1. Mannschaft / FCFS - Hausen a/A

Gäste waren um mindestens den einen Treffer besser

Feusisberg-Schindellegi unterlag am Sonntag dem Tabellenvorletzten Hausen am Albis mit 0:1. Aufgrund erarbeiteter Möglichkeiten fiel das Ergebnis zu knapp aus.   

Bruno Füchslin

Wer als Ranglisten-Sechster die auf Platz zehn liegende Equipe empfängt und im Direktvergleich in allen tabellarischen Belangen vorn liegt, muss sich zwangsläufig das Etikett «Favorit» zuschreiben lassen. So geschehen am Sonntagmorgen in der 13. Runde der Viertliga-Meisterschaft. Feusisberg-Schindellegi wollte nicht nur den 2:1-Vorrundensieg bestätigen (beide Treffer durch Samuel Ochsner), sondern gegenüber der Abstiegszone die Differenz weiter ausbauen. Hausen am Albis hingegen hatte gegenüber dem Abstiegsplatz magere drei Punkte Vorsprung. Die Zürcher unterlagen im Mittwoch-Nachholspiel gegen das bisher sieglose Buttikon 2 mit 0:1 und konnten somit gegen das Schlusslicht keinen Punktezuwachs notieren lassen.  

Weite Bälle waren keine Lösung
Nicht mit dem letzten, aber aufgrund diverser Abwesenheiten arg dezimierten Kader nahmen die Gastgeber die Partie in Angriff. Hausen hatte mit fünf Einwechseloptionen gegenüber den Höfnern ein Plus-2 auf seiner Spielerliste stehen.
Die Gäste führten zu Pause 1:0. Steil angespielt und allein vor FCFS-Hüter Michael Raimann auftauchend, liess sich Gian Marco Tremp die Möglichkeit nicht nehmen (12.). Bereits vorab hatten ähnliche Szenen in der Mehrheit zu einem Abseitspfiff geführt – diesmal nicht. Die Hausener Pausenführung war verdient. Schindellegi-Feusisberg bekundete etliche Mühe, via gepflegtem Aufbauspiel in den Abschlussbereich zu gelangen; mit weiten Bällen war der in der Tiefe gut stehenden Gästedefensive nicht beizukommen. So blieb ein 16-Meter-Versuch von Laurin Oberholzer die fast einzige wirkliche Möglichkeit (37.; knapp daneben).


Optisch besser, aber …
Der zweite Abschnitt liess Besseres erwarten. Die Höfner spielten konzentrierter und bestimmten in der Startviertelstunde das optische Geschehen. Aber es bewahrheitete sich, was FCFS-Trainer Thomas Rüttimann nach Spielschluss resümierte: «Im Feld spielen wir zuweilen ansehnlich bis gut, aber dort, wo’s drauf ankommt, haben wir schlich zu wenig Biss.» Dies führte im weiteren Verlauf dazu, dass sich die Zürcher – nun vielfach auf Konter spielend – ein klares Chancenplus notieren lassen konnten; mehrfach war FCFS-Schlussmann Raimann Retter in höchster Not.
Die Schlussphase – diese hält ja zuweilen Überraschendes parat – eröffnete den Einheimischen dank zwei «stehenden Bällen» die besten Chancen zum Dennoch-Punktgewinn. Erst traf Leonardo Altobelli per 19-Meter-Freistoss nur die Latten-Oberkante (87.), und für den Foulpenalty-Schützen André Gomes war Pech, dass Hausen-Hüter Oliver Vollenweider dieselbe Ecke aussuchte wie der FCFS-Verteidiger und so den Ausgleich verhinderte (90.+3).

«Keine echten Varianten»
Nochmals der FCFS-Verantwortliche: «Die Absenzen von namentlich drei, vier verletzten Stammspielern fielen ins Gewicht. Ich hatte keine echten Varianten. Immerhin sind die Blessuren nicht gravierend, so dass wir in den nächsten Partien personell wieder stärker auftreten können.» Was in der Tat wichtig wäre: In den drei absolvierten Rückrundenpartien gelangen den Höfnern nur zwei Treffer.
Hausen-Trainer Bryan Bolliger war nach dem Schlusspfiff «fröhlich und glücklich.» Dies, weil sein Team einen wichtigen Dreier mit nach Hause nehmen konnte. Dennoch: «Wir sind noch nicht so weit wie in der Vorbereitungsphase und werden dadurch zuweilen unergründlich nervös. Aber der knappe Sieg ist verdient; er ist in unserer aktuellen Situation fast Goldes wert. Wir können mehr, als es die Rangliste hergibt»

Feusisberg-Schindellegi – Hausen am Albis 0:1 (0:1)
Weni. 45 Zuschauer. SR: Marcello Cavaliere.
Tor: 12. Tremp 0:1.
FCFS: Raimann; Gomes, Kälin, Birchler, Schneider; Struzha, Wildhaber, Zimmermann; Michael Wind, Oberholzer, Ochsner. – Zur Disposition: Gabler, Altobelli, Schneider.
Hausen: Vollenweider; Götschi, Wüest, Bolliger, Stutz; Koller, Rückstuhl, Mülli, Huber, Mengisteab; Tremp. – Zur Disposition: Billeter, Rusch, Ewason, Elia De Angelis, Fiore De Angelis.
Bemerkungen: FCFS ohne Ziltener, Föllmi, Treichler, Casty, Steinlechner (alle verletzt), Robert Wind (Militär), Eberle (Ferien), Meili, Keller, Böni und Meier (privat) sowie Ebnöther (anderes Team). Hausen ohne von Burg, Gelda, Barg, Höhle und Vollenweider (alle verletzt), Richner (krank) sowie Baltermia, Grano und Bertschinger (privat). 44. Pfostentreffer Ochsner (direkter Eckball). 87. Altobelli-Freistoss an die Latte. 90.(+3) Hausen-Torhüter Vollenweider pariert von Gomes getretenen Foulpenalty. Corners 6:11 (2:4).