1. Mannschaft / FCFS - Thalwil
Keine Punkte für Feusisberg-Schindellegi: Aufsteiger Thalwil 3 gewann am Sonntag um die Mittagszeit auf der Weni mit 2:1. In spielerischen Belangen übten sich beide Teams des Öftern in vornehmer Bescheidenheit.
Bruno Füchslin
«Wir wollen einfach in der Tabelle immer einen Schritt vorwärts kommen. So wie wir es in den letzten zwei Jahren gemacht haben», liessen sich die FCFS-Trainer Thomas Rüttimann und Christoph Oberholzer im kürzlich im «March-Anzeiger»/«Höfner Volksblatt» erschienenen Artikel zitieren. Hiesse, so umgesetzt: Diese neue Saison soll um eben eine Tabellen-Treppenstufe höher beendet werden; dies würde dann Rang fünf bedeuten. Mindestens – nach oben offen. Während Aufsteiger Thalwil 3 am Vorsonntag die erste Meisterschaftspartie gegen Uitikon 1 mit 2:1 gewinnen konnte, kamen die Gastgeber zur Eröffnungspartie von total 20 anstehenden Spielen.
Früher Führungstreffer
Und dabei beganns für die Höfner so gut: Ein seitlicher Freistoss wurde von der Zürcher Defensive erst abgewehrt; in der Folge kam jedoch «Graubart» Christian Böni ans Leder, und dessen Abschluss landete im weiten Eck zur Führung (3.). Die Gastgeber blieben vorerst konzentriert und liessen aus dem Spiel heraus (noch) keine Möglichketen zu. Es musste ein sogenannt «stehender Ball» herhalten: Obwohl im Strafraum in personeller Überzahl, kam Thalwils Alexander Stutz als Erster zum Abschluss und traf zum Ausgleich ins FCF-Netz (30.). So mussten sich die aus dem Spiel heraus kaum ernsthaft geforderten Defensiven zwei «Tolggen» notieren lassen.
Kein Team je dominierend
Die zweite Hälfte wurde deutlich intensiver geführt – mit Hauptgewicht Physis. Ein ab und zu munteres Her und Hin liess kein Team je einigermassen dominierend agieren; dies auch wegen vieler Fehlpässe auf Höfner wie auf Zürcher Seite. Zweimal agierte FCFS-Torhüter Michael Raimann gegen Lars Schelling prächtig und verhinderte vorerst das zweite Minuserlebnis (69.; 73.). Fünf Minuten später war er jedoch machtlos, als eine Rechtsflanke den viel zu large markierten Nicolas Suter erreichte und dieser ins Gastgeber-Netz traf (78.).
Auch die Schlussoffensive der in Rückstand liegenden Equipe brachte keine Ergebnisveränderung mehr. Vielmehr mussten die Gäste, mit nun auch personell verstärkter Defensive, «nur noch» das Ergebnis halten. Bei den sich deutlich summierenden Höfner Eckbällen konnte sich auch Thalwils Schlussmann Tim Haas mehrfach positiv in Szene setzen.
«15 gute Minuten reichten nicht»
FCFS-Trainer Christoph Oberholzer sah «eine gute Startviertelstunde», danach aber auch «nachlassende Konzentration. Vor allem gingen wir nicht mehr konsequent auf erste und zweite Bälle. Alles in allem ein Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hätte.»
Thalwil-Coach Moritz Suter wusste, «dass Feusisberg-Schindellegi oft mit langen Bällen operiert. Unsere Abwehr hat diesbezüglich vielfach gut gestanden. Zum erwartet physischen Kampf hatten wir für einmal sicher auch das Glück auf unserer Seite. Zwei Spiele, sechs Punkte – was will man mehr, wenns mehr gar nicht gibt?»
Feusisberg-Schindellegi spielt übermorgen Donnerstag gegen das aufstiegsambitionierte Richterswil eine weitere Heimpartie. Spielbeginn auf der Weni ist um 20 Uhr.
Feusisberg-Schindellegi – Thalwil 3 1:2 (1:1)
Weni. 45 Zuschauer. SR: Bekim Ahmeti.
Tore: 3. Christian Böni 1:0. 30. Stutz 1:1. 78. Suter 1:2.
FCFS: Raimann; Schneider, Eberle, Ziltener, Steinlechner; Struzha, Christian Böni, Gomes, Simon Böni; Ochsner, Michael Wind. – Zur Disposition: Meier, Gabler, Oberholzer, Ernst, Fadri Treichler, Ebnöther.
Thalwil: Haas; Pagnotta, Ajrizi, Hornstein, Birbaum; Weber, Marino, Müller, Stutz; Kerhanaj, Riillo. – Zur Disposition: Werro, Suter, Schelling, Schwöbel, Iiriti, Salatino, Longo.
Bemerkungen: FCFS ohne Birchler, Meili, Altobelli, Jan Treichler, Zimmermann und Robert Wind (alle verletzt), Föllmi (Beruf), Keller (krank), Kälin und Wildhaber (beide privat) und Trainer Thomas Rüttimann (Ferien). Thalwil ohne Reimann, Märki, Zwahlen, Plüss, Arrighi, Citron (alle verletzt), Simon und Cri Moralja, Frei, Jenni und Stiefelmeyer (alle Ferien). Verwarnungen: 22. Steinlechner (Foul) und Pagnotta (Unsportlichkeit). 83. Ziltener und Marino (gegenseitige Unsportlichkeiten). Corners 10:5 (3:3).