, Langenbacher Stefan

1. Mannschaft / Lachen - FCFS

Lange Ausgeglichenes endete letztlich doch deutlich

Feusisberg-Schindellegi gewann am Sonntagmorgen die Partie bei Lachen/Altendorf 3 mit 5:2. Ein um mindestens einen Treffer zu hohes Ergebnis, wenn man Engagements und partielle Ballbesitze in Erwägung zieht.

von Bruno Füchslin

Es ist bemerkenswert, was die erste Mannschaft des FC Feusisberg-Schindellegi in den jüngsten Spielzeiten an Substanz zugelegt hat. Klassierten sich die Höfner in der Saison 2022/23 noch auf dem zehnten Rang (20 Spiele/14 Punkte; – 33 Tore), gelang 2023/24 die Steigerung auf den achten Platz (20/18; – 18) und gipfelte aktuell vor der Partie in Lachen mit Rang sechs (14/19; + 4). Innert zweieinhalb Saisons stieg die Punkteausbeute pro Partie von 0.7 auf 1.35 Einheiten. So sind die Weni-Kicker im sicheren Mittelfeld etabliert: zur Ranglistenspitze fehlen 16 Punkte, zum Abstiegsplatz beruhigt die Zahl 15. Vereinsverantwortliche sehen die Steigerung sowohl im fordernden Trainerduo Rüttimann/Oberholzer wie die neuen Trainingsmöglichkeiten (Kunstrasen) begründet. Bereits sechs Runden vor Schluss besser bilanzierend als im Vorjahr, traten die Höfner gegen das auf Rang zehn liegende «Drüü» des FC Lachen/Altendorf als Favoriten an und wollten die 2:3-Vorrundenniederlage tilgen.

Von Beginn weg hoher Unterhaltungsfaktor

Die Anspielzeit 10 Uhr ging in diesem Viertligaduell unter dem Motto «ambitionierter Frühsport» in Szene, offenbarte in der Folge jedoch eine bis zum Schlusspfiff attraktive Begegnung. Tatsächlich gabs so gut wie kein Abtasten; von Beginn weg erfreuten sich Zusehende an verschiedenen, schon fast hochkarätigen Möglichkeiten zur Führung. Diese gelang den Gastgebern: Nach einem Dutzend Spielminuten wurde Lotf Ali Salehi steil lanciert; der Lupfer über Torhüter Michael Raimann bedeutete den ersten Treffer.
Besagter Raimann forderte nach 28 Minuten die Kollegen lauthals auf, sich deutlich mehr zu bewegen. Ob diese Worte fruchteten, sei dahingestellt. Vier Minuten später jedoch ein ähnliches Szenario wie beim 1:0: vom Mittelfeld her steil angespielt, traf Mohamed Mbaye zum Ausgleich. Nur zwei Minuten danach lag der Ball wieder in Lachens Netz: Autor diesmal FCFS-Captain Samuel Ochsner, der per Foulpenalty traf. Und noch besser: zwei Minuten vor der Pause zischte ein Weitschuss von Robert Wind zum Halbzeit-3:1.

Wortwörtliche Sonntagsschüsse

Kaum wieder angespielt, verkürzte Jason Curiger – nach feinem Querpass freistehend – zum 2:3. Zeitweilig war von der Punktedifferenz auf dem Spielfeld wenig ersichtlich. Sowohl der Ausgleichstreffer wie – gegen Ende dann doch zunehmend – die definitive Entscheidung für die Höfner Gäste prägten die bis zuletzt unterhaltende Begegnung. Der Favorit wartete mit zwei wortwörtlichen Sonntagsschüssen auf: Erst traf Stefan Gabler aus 20 Metern ins hohe Eck, ehe Colin Föllmi – ähnlich attraktiv – für das Endergebnis zuständig zeichnete.

«Die Konzentration verbessern»

FCFS-Trainer Thomas Rüttimann: «Es war das erwartet nicht leichte Spiel. Unser Ziel, vermehrt über die Aussen anzugreifen, hat zum Sieg beigetragen. Letztlich entschied die wohl doch bessere Qualität.» Dem pflichtete FCLA-Trainer Berat Biljali bei: «Ein verdienter Sieg der Gäste. Wir müssen uns dahingehend verbessern, die Konzentration bis zum Schlusspfiff aufrecht zu erhalten. Wir verlieren zu viele Punkte wegen dieses Mankos.» Apropos Schlusspfiff: Schiedsrichter Tobias Kohler attestierte mit dem Satz «eine angenehm zu leitende Partie» beiden Mannschaften ein indirektes Kompliment für ein immer umkämpftes, aber stets in sportlichem Rahmen ausgetragenes Duell.

Lachen/Altendorf 3 – Feusisberg-Schindellegi 2:5 (1:3)
Peterswinkel, Kunstrasen. 40 Zuschauer. SR: Tobias Kohler.

Tore:
12. Salehi 1:0. 32. Mbaye 1:1. 34. Ochsner (Foulpenalty) 1:2. 42. Wind 1:3. 46. Curiger 2:3. 85. Gabler 2:4. 87. Föllmi 2:5.

FCLA:
Schwyter; Beeler, Kalinenko, Sieffer, Biljali; Rubli, Hollenstein, Curiger; Selaj, Marty, Praino. – Zur Disposition: Albrecht, Zemp, Odermatt.

FCFS:
Raimann; Fadri Treichler, Meili, Fabio Kälin, Schneider; Wind, Föllmi, Altobelli, Steinlechner; Ochsner, Mbaye. – Zur Disposition: Keller, Gabler, Narath, Jan Andrin Treichler.

Bemerkungen:
FCLA ohne Vilaj (krank), Mauri (Ferien), Steinegger (Militär) sowie Gisler, Staffa und Ulrich (alle verletzt). Feusisberg-Schindellegi ohne Ziltener, Ebnöther und Zimmermann (alle verletzt), Struzha (privat) sowie Gomes, Böni, Alexander Kälin, Wildhaber, Eberle und Oberholzer (alle Ferien). 58. Lattenschuss Mbaye. Verwarnungen: 51. Mbaye (Foul). 59. Sieffer (Foul). 72. Raimann (Foul). Corners 2:7 (0:3).