1. Mannschaft / FCFS erst in den Schlussminuten besiegt
Nur kurz vor einem fälligen Penaltyschiessen musste sich 4.-Liga-Aufsteiger Feusisberg-Schindellegi in der Regionalcup-Partie gegen Einsiedeln mit 1:3 geschlagen geben.
von Bruno Füchslin
Aufsteiger gegen Absteiger als Affiche des Saisonauftakts: Die Cuppartie auf der Weni sah dennoch zwei Ligen Unterschied. Beiden gehts in der anstehenden Meisterschaft darum, sich in der neuen Liga zu etablieren und möglichst früh Punktesicherheiten zu gewinnen. Aber der Cup – bekanntlich von der nicht tot zu kriegenden Floskel der «eigenen Gesetze» begleitet (welche dies genau sind, weiss niemand ...) – kennt beim Aufeinandertreffen eines Viert- gegen einen Zweitligisten sowohl klar zugewiesene Favoriten- und Aussenseiterrollen. Die einen können die Offensive üben, die andern das Abwehrverhalten.
Genau so der Beginn: Einsiedeln überzeugte in den Startminuten mit Raum für Anspiele schaffender Laufarbeit; die Gastgeber schienen mehrfach überfordert. Dass daraus nach acht Minuten auch der Führungstreffer entstand, war die logische Folge. Doch nach und nach glich sich das Geschehen aus. Der Viertligist kam nach 25 Minuten zur einer Eckball-Triplette, die in einem Lattenschuss von Dahme gipfelte. Umgekehrt traf auch Einsiedeln durch einen Marko-Prskalo-Abschluss die Aluminium-Umrandung (29.). Zwei Mal wehrte FCFS-Hüter Michael Raimann gegen Prskalo spektakulär, ehe Cabdihaziz Xussen Xassan mittels einem trockenen Abschluss zwei Minuten vor der Pause den sicher nicht unverdienten Ausgleich erzielte.
«FCFS hat den Braten gerochen»
Mehrheitlich ausgeglichen dann die zweite Hälfte bis eine Viertelstunde vor Schluss, in der Einsiedeln wieder überlegen wurde und den Höfnern kaum mehr Entlastungsangriffe offerierte. Die Gastgeber wehrten sich mit Herzblut in den Beinen und waren nahe dran, ein Penaltyschiessen zu provozieren. Es sollte nicht sein: Erst nochmals Espinosa (84.) und letztlich Prskalo (87.) machten die Gäste zum glücklichen Sieger.
Schiedsrichter Reno Merk, für den SC Siebnen gemeldet, hatte eine «jederzeit attraktive Partie» zu leiten: «Anfänglich schien sich ein klarer Spielausgang abzuzeichnen, aber die Höfner haben nach und nach den Braten gerochen, um in dieser Begegnung mitzuspielen. Längere Zeit war der nominelle Klassenunterschied nicht erkennbar. Nach dem zweiten Führungstor Einsiedelns wurde jedoch ein neuerliches Aufholen – auch von der noch verbleibenden kurzen Zeit her – so gut wie nicht mehr möglich.»
Regionalcup, erste Runde
Feusisberg-Schindellegi – Einsiedeln 1:3 (1:1)
Weni. 120 Zuschauer. SR: Reno Merk.
Tore: 8. Espinosa 0:1. 43. Xassan 1:1. 84. Espinosa 1:2. 87. Prskalo 1:3.
Feusisberg-Schindellegi: Raimann; Kälin, Dahme, Ziltener, Treichler; Gabler, Böni, Fuchs, Ochsner; Gomes de Carvalho, Xassan. – Zur Disposition: Föllmi, Keller, Michael Wind, Altobelli, Robert Wind.
Einsiedeln: Robin Nützel; Albert, Langhart, Amendola, Gyr; Puljic, Abazaj, Zambelli, Prskalo; Zehnder, Espinosa. – Zur Disposition: Monterrubio, Borner, Marcelino, Vonderlinn, Albert, De Ieso, Hockman.
Bemerkungen: FCFS ohne Narath und Schönbächler (beide verletzt), Struzha (Ferien), Wildhaber (Militär), Huber, Ancona, Schönbachler sowie Trainer Füglister (alle privat). Einsiedeln ohne Trainer Rechsteiner (gesperrt), Heini, Schönbächler, Fässler, Räber, Sefedini (alle verletzt), Michael Nützel und Rüttimann (Ferien). 26. Lattenschuss Dahme. 29. Pfostenschuss Prskalo. Verwarnungen: 28. Amendola (Foul). 30. Treichler (Foul). 39. Gomes de Carvalho (Foul). 44. Ziltener (Foul). 75. Zambelli (Foul). 82. Dahme (Foul). 88. Espinosa (Spielverzögerung). 90.(+4) Fuchs und Monterubbio (gegenseitige Unsportlichkeiten). Corners 5:9 (5:3).